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aktualisiert am
15.12.2007

Beagle Susi

Das ist unsere Beaglehündin Susi. Sie gehört mit zum Dreamteam. Eigentlich heißt sie ja Rana. “Rana vom Perlaser Turm”. Aber Susi ist praktisch aus zweiter Hand. Wir haben sie mit 15 Wochen von einer Familie übernommen, die merkten, dass sie nicht genügend Zeit für sie haben würden.

Beagle sind Jagdhunde und zählen auch zu den Laufhunden. Eine ausgesprochen gutmütige Rasse, sehr gut auch als Familienhund geeignet. Allerdings muss man wirklich genügend Zeit für die täglichen Spaziergänge aufbringen und möglichst oft neue Strecken aussuchen, denn Beaglenasen wollen etwas zum schnuppern haben.

Das ist Susis erstes Bettchen, darin schläft sie heute noch gern. Aber inzwischen liegt sie überall. Sofa, Teppich, Bett, ganz egal, Hauptsache bei uns. Sie kann überhaupt nicht alleine sein, nur wenn sie weiß, wir sind arbeiten, das ist für sie okay, dann schläft sie. Aber sonst verfolgt sie uns auf Schritt und Tritt. Gleich nach der ersten Nacht, wo sie bei uns war, dachten wir, sie ist krank und haben sie zum Tierarzt gebracht, denn sie konnte überhaupt nicht mehr laufen, nur kriechen. Woher sollten wir auch wissen, dass sie uns somit ihre völlige Ergebenheit zeigen wollte? In der zweiten Nacht merkte ich, dass sie immer so schnell atmetete und ihr Herz zeitweise wie verrückt raste. Sie hatte Angst, wieder alleine gelassen zu werden. Denn wir hatten sie in der Nacht zuvor in der Küche im Körbchen schlafen lassen, als wir ins Bett gingen. Na gut dachte ich, bleib ich eben erst mal bei ihr, bis sie sich eingewöhnt hat. Als es nicht besser wurde, hab ich sie geschnappt und mit auf die Couch genommen. Naja, so nach und nach eroberte sie unsere Herzen immer mehr und von der anfänglichen Konsequenz blieb nicht mehr viel übrig. Sie brauch einen aber auch nur mit ihren braunen großen Augen anschauen und schon wird man weich.

Staubsauger und Besen waren anfangs ihre größten Feinde, denn diese betrachtete sie wohl als Futterdiebe. Da haben wir uns einige Kämpfe geliefert. Aber eine kleine Katze durfte immer an ihre Futternäpfe, da hat sie sogar aufgepasst, dass sie fein frisst. Aber wirklich nur diese eine, die anderen verjagd sie energisch. Sie war damals noch ganz klein und von der Mutter verstoßen und Susi hat sie praktisch angenommen. Sie hat das Kätzchen auch immer im Genick gepackt und herumgetragen, oder auf den Rücken gedreht und ihr mit der Pfote das Bäuchlein massiert.

Ja der Kühlschrank ist wohl das interessanteste Möbelstück in unserem Haus. Sie findet es immer toll, wenn er mal aufgeht. Vor allem, wenn wir von Arbeit kommen, dann ist sie der Meinung, eine Belohnung verdient zu haben. Das müsst ihr gesehen haben. Erst kommt sie angerannt, dann halb gekrochen, dann schmeißt sie sich auf den Rücken und dann aber in windeseile voraus bis zum Kühlschrank. Und wehe, irgendeine Tür ist auf dem Weg dorthin versperrt. Denn meistens hat Oma, die ja im Haus wohnt, ihr schon alle Türen geöffnet, damit sie uns am Hoftor begrüßen kann. Bei Susi dreht sich den ganzen Tag alles nur ums Fressen. Leider sieht man ihr das auch an. Wir bemühen uns schon, sie ordnungsgemäß zu ernähren, aber manchmal sucht sie sich dann auch was, wenn sie draußen ist. Auf einem Bauernhof findet man immer was. Es schmeckt am besten, wenn man es von den Katzen erbeuten kann.

Das ist Max. Auch “Vom Perlaser Turm” Die beiden haben den gleichen Großvater und der war sogar “World Champion”. Es ist der reinste Zufall, dass die beiden in einem Ort wohnen. Nur Max wohnt direkt im Wald und wehe, wenn er ausbüchst. Dann hat er schon paar Stunden zu tun. Aber auch bei Susi müssen wir unheimlich aufpassen.

Beagle haben eigentlich fast immer die Nase unten, sind immer am schnüffeln. Und wehe, wenn sie auf eine frische Spur stoßen. Dann vergessen sie ihre gute Erziehung. Sie tun aber wirklich keinem Tier etwas zuleide, sie würden nie beißen, oder töten. Susi wehrt sich ja nicht mal ernsthaft, wenn sie angegriffen wird. Aber sie treiben eben das Wild zusammen und auch noch wild kleffend. Spurlaut nennt man das. Oh, wenn das passiert, da denke ich immer, Mensch, wenn sie doch wenigstens die Klappe halten würde.

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Junge Hasen, ich weiß schon gar nicht mehr, wieviel es waren, ich glaube 9. Die Mutter war nach 2 Wochen gestorben. Aber ich habe sie alle mit der Flasche großgezogen. Susi war immer dabei. Sie hat stets gern auf die Häschen aufgepasst und manchmal ist sie mit in den Stall reingesprungen. Natürlich hat sie “ihren” Nachwuchs auch ganz stolz Max präsentiert. Susi ist übrigens nach jeder Läufigkeit scheinträchtig und wir überlegen, sie vielleicht doch lieber sterilisieren zu lassen.

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